Schmelzer Lichtspiele
Trierer Str. 55

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Im Jahr 2030 ist der ehemaligen Schauspielerin Frau Winkler nichts mehr geblieben als ihre Tochter Emi und die Enkelin Billie. Ihr geliebter Ehemann ist früh verstorben, aus ihrer Trauer hat sie nie ganz herausgefunden und sich ganz auf Emi verlassen. Als diese ein Theaterengagement annimmt, ist ihre Mutter nach einem Unfall plötzlich auf intensive Hilfe angewiesen, und es muss schnell eine Lösung her in Form eines Pflegeroboters, den die Krankenkasse stellt. Frau Winkler fühlt sich gedemütigt und wehrt sich dagegen. Doch dann entwickelt sich eine unerwartete Freundschaft zwischen der 80-Jährigen und dem äußerst ''belesenen“ Roboter, den sie Pawlowitsch nennt, weil er wunderbar Tschechow rezitieren kann. Dieser verspricht, ihr beizustehen, aber kann eine künstliche Intelligenz einem Menschen ein Versprechen geben, das auch zu halten ist?
In der Hauptrolle brilliert die Schauspielerin Angela Winkler, mittlerweile selbst 82-jährig, mit großer Würde, Granteligkeit und berührender Zurückhaltung. Laura Tonke spielt die Tochter Emi als zerrissene Frau zwischen Selbstverwirklichung und Schuldgefühl.
Die Regisseurin Doris Dörrie erzählt mit feinem Humor und großer Zärtlichkeit. Ihr ist hiermit ein berührender Film über das Alter gelungen.Trotz ernster Themen wie Pflegenotstand und Sterbehilfe strahlt der Film eine bemerkenswerte Leichtigkeit aus.
Der Seniorenrat der Pfarrei Heilige Barbara Schmelz lädt herzlich zu diesem leichten und zugleich nachdenklichen Film ein.